Let’s talk Ecocert

Heute möchten wir Ihnen Cornelia Ludwig vorstellen. Sie ist bei Ecocert IMO Control in Konstanz als Ecocert-Certification Officer beschäftigt. Frau Ludwig hat uns bei der Messe VIVANESS im Februar an unserem Anakena-Stand besucht (unsere Produkte sind Ecocert-zertifiziert), worüber wir uns sehr gefreut haben. Es ist immer besonders schön, Personen, mit denen man schon länger zusammenarbeitet, endlich mal persönlich kennen zu lernen. Wir freuen uns sehr, dass Frau Ludwig sich bereit erklärt hat, uns einige Fragen zu Ihrem doch sehr spannenden Beruf zu beantworten.

– Für unsere Kosmetikmarke Anakena stand von Anfang an fest, dass wir sie Ecocert-zertifizieren lassen möchten, es war wie ein “Traum”. War das bei Ihnen auch so ähnlich, dass Sie unbedingt bei Ecocert arbeiten wollten?

„Ja, so ähnlich kann ich das bestätigen. Es war immer mein Traum in der Bio-Branche zu arbeiten. Und über Ecocert ist das möglich geworden. Erst bin ich an der Basis im Bereich für die Bio-Zertifizierung von Lebensmittel eingestiegen und habe in der Zwischenzeit in die Kosmetikabteilung gewechselt. Wodurch noch ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Seit einem Praktikum bei Nivea wollte ich immer gerne Kosmetik entwickeln.“


– Welchen persönlichen Antrieb, welche Ideologie haben Sie bei Ihrer Arbeit als “certification officer” bei Ecoert?

„Also der Antrieb ist ganz klar. Mit meiner Arbeit kann ich dazu beitragen, dass die Welt ein Stückchen besser wird und mit Leuten zusammenarbeiten, welchen wie mir, das Thema Nachhaltigkeit auch eine Herzensangelegenheit ist. Und das ist einfach wirklich toll. Ich genieße den gegenseitigen Austausch in der Arbeit sehr. Es ist ein gutes Gefühl zusammen mit tollen, engagierten Menschen Umweltschutz aktiv voranzutreiben.“


– Wie wird man eigentlich ein “Ecocert Certification Officer”, und welche Tätigkeitsfelder umfasst Ihre Arbeit? Wie viele KollegINNen haben Sie in Konstanz?

„Man kann auf ganz unterschiedlichen Wegen Ecocert Certification officer werden, da wir sehr viele unterschiedliche Zertifizierungen anbieten. z.B. im Bereich Landwirtschaft (BIO), Forstwirtschaft FSC, Aquakultur (MSC/ASC); Textil (GOTS) und auch Fair Trade ( Fair for Life).

Die Grundvoraussetzung ist allerdings immer ein Studium im relevanten Bereich, mit im besten Fall praktischer Erfahrung, sowie wie ein natürliches Interesse an der Sache Umweltschutz.

In Konstanz trifft man also eine bunte Mischung an engagierten Menschen. Von Anthropologen, Biologen, Agrarwissenschaftlern über Chemiker oder Wirtschaftswissenschaftlern ist es eine bunte Mischung aus 70 Mitarbeitern.“


– Was war das für Sie außergewöhnlichste kosmetische Produkt, dass Sie bisher validiert haben?

„Mhm…Nicht schlecht gestaunt habe ich über eine Gesichtscreme mit Schneckenschleim. Da wäre ich selbst denke ich nicht auf die Idee gekommen, dass man das in einer Creme verwenden kann.“


– Gab es ein tolles Erlebnis in Ihrer Tätigkeit, von dem Sie uns erzählen möchten?

„Tatsächlich freue ich mich jedes Mal riesig, wenn ich von mir zertifizierte Produkte auch im Laden. z.B. bei Allnatura finde. Das ist mein persönliches Highlight, für das ich auch in meiner Freizeit regelmäßig die Naturkosmetikregale studiere.“


– Seit Anfang 2013 haben sich ja schon einige Zertifizierer unter COSMOS “zusammengetan”. Dennoch ist es für den Verbraucher, der sich nicht tief gehend informiert, sehr schwer, unter den verschiedenen gebräuchlichen Naturkosmetik-Prüf-Labeln zu unterscheiden. Wie sehen Sie persönlich die Zukunft der Naturkosmetik-Zertifizierung in Europa?

„Also ganz klar würden wir, und auch ich uns wünschen, dass es in Zukunft, analog zur EG-Öko-Verordnung auch eine Verordnung für Naturkosmetik geben wird. Damit gäbe es auch einen gesetzlich verankerten Verbraucherschutz. Mit dem COSMOS Standard ist hier zumindest ein erster Schritt für die Harmonisierung getan.“

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